Slide Uli Höhmann Comedy + Kabarett

Aktuelle Termine

derzeit keine Auftritte vor Publikum. Ihr wisst schon warum …

Vironymus Bronch …

… hab ich im Frühjahr 2020 nach dem Husten in meiner Armbeuge gefunden. Seitdem haben wir einen Deal: Ich bleibe symptomfrei, solange er bei mir zu Hause seine Videos drehen kann … diese völlig unsäglichen Webinare “Zur Weltherrschaft in zehn Schritten” (hier bei Youtube)

„Und …?” – Sit-down-Comedy

Solo-Kabarett

Nach zwanzig Jahren als Radiojournalist hat Uli Höhmann festgestellt, dass „Und …?” die häufigste Frage war in all den Interviews, die er als Moderator führte. Doch wenn er von mehr oder weniger gelungenen Fragetechniken und seinen kuriosesten Interviews erzählt, versteht man auch, wieso. – Und? Sonst? Darüberhinaus erfahrt ihr, was Weihnachten mit der Bundesliga zu tun hat und erlebt eine Menge absonderliche Gestalten von der Angst, über Experten, den Feinstaub, die KI höchst persönlich, bis hin zu Krisenreportern im Ausnahmezustand.

 

Zwanzig Jahre Journalist, aber auch zwanzig Jahre Autor von Glossen, Sketchen, Satiren und Comedies fürs Radio, für ganz unterschiedliche Programme von hr, WDR, NDR und DLF. Und nach und nach wurde aus dem Destillat Jahre langer Arbeit mein erstes Kabarettprogramm:

„Und …?” – Sit-down-Comedy

Wieso klingen die eigentlich alle gleich? Alle! Und schon immer! Ein rätselhaftes Phänomen von Krisen- und Kriegsreportern. Ich bin dem mal nachgegangen.

Eines meiner schrägsten Interviews. Gut, dass ich es auf aufgehoben habe. Glaubt einem ja sonst keiner.

Die häufigste Frage in Interviews: „Und?“. Die häufigste Antwort: Bei Ministerpräsidenten grundsätzlich und egal was die Frage war: „Nun zunächst mal, Hessen ist ein schönes Land …“ – Eine Herausforderung für jeden Interviewer. Deshalb hier ein paar Tipps vom Profi.

Das genialste im Radio ist und bleibt die Bundesligakonferenz. Doch schade, dass es so etwas tolles immer nur mit Fußball gibt. Schließlich passieren doch auch bei anderen Ereignissen hochdramatische Dinge gleichzeitig an verschiedenen Orten – zum Beispiel in der Weihnachtsgeschichte …

Mein Auftritt bei der „hr Comedy Newcomer-Show 2018“ auf dem Hessentag in Korbach.

„Deine Werbung – nur für dich“

Personalisierte Werbung ist der heiße Scheiß in PR und Marketing. Kurz mal nach Schuhen im Internet geschaut und schon weiß der Algorithmus, was du als nächstes brauchst, willst und bekommst. Das geht uns allen so. Auch Angela Merkel. Oder Donald Trump. Oder Theresa May, Horst Seehofer und Emmanuel Macron. Das gabs’s jede Woche neu auf WDR Cosmo bis Juli 2019. Die schönsten Folgen findet ihr hier (und nur noch hier). Meine aktuelle Rubrik “Der perfekte Tag” gibt’s hier bei WDR Cosmo

„Deine Werbung“ für Theresa May


„Deine Werbung“ für Angela Merkel


„Deine Werbung“ für Annegret Kramp-Karrenbauer


„Deine Werbung“ für Andreas Scheuer


„Deine Werbung“ für Wladimir Putin


„Deine Werbung“ für Heiko Maas

Interview mit einer Tastatur
eines meiner seltsamsten Interviews

Der ganze Hass in den Kommentarspalten – auf Facebook oder sonstwo – es fällt einem oft schwer, sich dem zu entziehen, das nicht an sich heran kommen zu lassen. Aber was ist mit all denen, die das als allererste unmittelbar abbekommen? Die das stumm ertragen müssen und keinerlei Möglichkeit haben, sich dagegen zu wehren? Eine von ihnen hat ihren ganzen Mut zusammen genommen und wagt jetzt den Schritt an die Öffentlichkeit – hier und jetzt bei uns. Eine von vielen, eine
Tastatur.

  • Uli: Hallo, schön, dass Sie da sind.

    Qwertz: ((schreit)) HALLO

    Uli: Die Tastatur möchte übrigens unerkannt bleiben, deshalb nennen wir sie einfach Frau Qwertz.

    Qwertz: ((schreit)) DANKE!

    Uli: Gerne. Sie müssen übrigens nicht so laut sprechen. Wir haben Mikrofone und …

    Qwertz: ICH KANN NICHT ANDERS

    Uli: Was?

    Qwertz: MEINE FESTSTELLTASTE KLEMMT

    Uli: Oh, ich seh’s, ja okay …

    Qwertz: ÜBERHAUPT NICHT OKAY

    Uli: Nee, ist klar … soll ich mal gucken, ob ich das hinkrieg?

    Qwertz: ABER NICHT KITZELN!

    Uli: Nein, nein, ich mach ganz vorsichtig hier mit meinem Kugelschreiber, warten Sie …

    Qwertz: HIHIHIHIHIIII

    Uli: Soooo, jetzt müsst es wieder gehen, oder? Sagen Sie mal was?

    Qwertz: ((erleichtert)) Aaah, vielen Dank

    Uli: Frau Qwertz,Sie waren rund zwei Jahre lang die Tastatur eines Pegida-Anhängers, der Sie hauptsächlich dazu benutzt hat, seine Hasskommentare auf Facebook zu posten.

    Qwertz: Genau.

    Uli: Was war das schlimmste daran für Sie?

    Qwertz: Wie er auf mich eingehackt hat, eingedroschen hat regelrecht, als wär ich Claudia Roth persönlich.

    Uli: Haben Sie das als ganz konkrete physische Gewalt empfunden?

    Qwertz: Wie würden Sie das empfinden, wenn jemand mit zwei Fingern auf Ihre empfindlichsten Stellen hämmert?

    Uli: Wann hat er das gemacht, gabs da bestimmte Zeiten?

    Qwertz: Morgens, abends, die ganze Nacht – immer wenn es ihn gepackt hat, also eigentlich immer. Manchmal hab ich gedacht , jetzt muss er doch mal schlafen. Und dann kommt er noch mal … um Heiko Maas mit Hitlerbart zu posten. Es war diese Unberechenbarkeit, die macht einen fertig.

    Uli: Hat er Sie verletzt?

    Qwertz: Naja, ich bin da relativ stabil gebaut, sag ich mal, ein Markenprodukt. Aber mein Ausrufezeichen ist schon fast platt gehämmert und das M ist mir mal rausgefallen.

    Uli: Das M? Wieso ausgerechnet das M?

    Qwertz: Vom vielen „Danke Merkel!“ tippen. Da hat er jedesmal so drauf gehauen, dass es irgendwann hinüber war. Naja, da hat er dann eine Woche lang „Danke Erkel!“ gepostet. Hihi …

    Uli: Das heißt, Sie sind buchstäblich missbraucht worden.

    Qwertz: Ja, so kann man das nennen: an jedem Buchstaben. Aber das Schlimmste sind die Schuldgefühle.

    Uli: Moment, Sie haben Schuldgefühle? Aber Sie können doch nichts dafür, was der Idiot auf Ihnen tippt …

    Qwertz: Klar, ich habe nur Tastaturbefehle befolgt, aber in gewisser Weise war ich doch auch seine Komplizin. Und dann fühlt man sich ja auch so schmutzig

    Uli: Wer kann da helfen, Frau Qwertz? Gibts da ne Therapie ?

    Qwertz: Naja, Therapie … es ist bisher eher so ne Art Selbsthilfegruppe. Das läuft über das Microsoft-Escape-Therapy-Organisation-Office, abgekürzt Metoo. Und da treffen wir uns dann immer alle und reden drüber und posten auch mal was und so.

    Uli: Wir – das sind also Sie und auch noch andere Tastaturen?

    Qwertz: Genau und seit kurzem auch Mäuse, obwohl es da auch Spannungen gibt. Neulich wurde da eine begrüßt mit „Jetzt erzähl mal dein Problem, du kleine Maus.“

    Uli: Mh hm, verstehe …

    Qwertz: Wir haben deshalb jetzt auch ein Zehn-Punkte-Programm entworfen und fordern vor allem mehr Selbstbestimmung bei den Inhalten. Also: frag erst deine Tastatur, ob Sie mit deinem Getippe einverstanden ist. Und wenn nicht: Nein heißt nein! Außerdem fordern wir ein Nachttippverbot, Safe Space-Tasten und die Anerkennung der Krümel- Krätze als Berufskrankheit

    Uli: Krümel … was?

    Qwertz: Krümel-Krätze, ja! Dieses ständige Cracker- und Keksgemümmel am Computer – das ist so widerlich! Und uns hängen dann die Krümel zwischen den Tasten. Was glauben Sie, wie das juckt?

    Uli: Also, ich klopf meine Tastatur halt einfach aus– die hat sich noch nie beschwert.

    Qwertz: Das ist eine Verhöhnung der Opfer!

    Uli: Also, jetzt wollen wir mal nicht unsachlich werden. Frau Qwertz, bei allem, was Sie zweifellos durchgemacht haben mal eine Frage: Sind Tastaturen nicht in erster Linie dazu da, damit man auf ihnen schreibt?

    Qwertz: Das haben Sie nicht zu bestimmen. Das hat niemand zu bestimmen. Ich bin zu dem da, wozu ich mich definiere !

    Uli: Moment …

    Qwertz: … und wenn Sie das leugnen, ist das schlicht strukturelle Gewalt

    Uli: Ich … ich meine nur, also eine Tastatur ist doch …

    Qwertz: Was heißt da Tastatur? Ich … Ii-hich definiere mich als Zitruspresse. Also, pressen Sie von mir aus Orangen auf mir aus, aber versuchen sie nicht, mich zu etikettieren. – Ich könnte schreien!

    Uli: Tun Sie’s doch!

    Qwertz: Ja, wenn Sie mal eben meine Feststelltaste drücken.

    Uli: Zitruspressen haben keine Feststelltaste.
    Danke schön, Frau Quetsch … äh, Qwertz.

„Die Angst und ich“

satirische Geschichten

Es geht uns so gut wie noch nie und trotzdem haben wir ständig Angst: Angst vor Terror, vor Überfremdung, vor Religionen, vor Gewalt, vor Wölfen, dem Leben und allem, was unter dem Bett wohnt. Da klingelt es an der Tür …

Die satirischen Geschichten sendete WDR3 Kultur am Mittag im Sommer 2017 und sporadisch auch noch danach.

Die Angst und ich – Alles zu viel


Die Angst und ich – Luftverschmutzung


Die Angst und ich – Atomkrieg


Die Angst und ich – Wölfe


Die Angst und ich – Fremde


Die Angst und ich – Genmanipulation